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Berufsbildung, Multiplizierung

Neue Projektstandorte Belojarskij und Jekaterinburg

20. Mai 2020:

Die Erfahrungen und Ergebnisse unserer langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Uraler College für Technologie und Unternehmertum in Jekaterinburg sollen in den nächsten Jahren auch anderen Berufsschulen in Russland zugutekommen. Nach rund einjähriger Vorbereitung haben wir im Rahmen einer Online-Konferenz am 20. Mai 2020 einen Vertrag über die Modernisierung der Fliesenlegerausbildung mit dem Technikum Belojarskij (Белоярский многопрофильный техникум) und dem Jekaterinburger College für Verkehrswegebau (Екатеринбургский Колледж Транспортного Строительства) unterzeichnet. Das Projekt wird mit Unterstützung des Ministeriums für Bildung und Jugendpolitik des Gebietes Swerdlowsk durchgeführt und vom Uraler College für Technologie und Unternehmertum begleitet.

„Das Ausbildungsniveau, welches wir gemeinsam geschaffen haben, wurde von der internationalen Expertengemeinschaft anerkannt. Davon zeugen die Ergebnisse und Siege der Absolventen unseres Colleges bei den WorldSkills-Meisterschaften“, unterstrich Yuri Biktuganov, Bildungsminister des Gebietes Swerdlowsk. „Keine Pandemie kann uns davon abhalten unsere fruchtbare Zusammenarbeit fortzuführen“, betonte Peter Möller, Geschäftsführender Vorstand, Eberhard-Schöck-Stiftung.

 
Kulturpreis Deutsche Sprache, Preise und Auszeichnungen

Trauer um Rolf Hochhuth

15. Mai 2020:

Am 13. Mai 2020 ist der Schriftsteller und Dramatiker Rolf Hochhuth im Alter von 89 Jahren in Berlin gestorben. Er war im Jahr 2001 der erste Träger des Jacob-Grimm-Preises, der als Teil des Kulturpreises Deutsche Sprache von der Eberhard-Schöck-Stiftung getragen und von ihr gemeinsam mit dem Verein Deutsche Sprache e.V. vergeben wird.

Hochhuth war einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker der Nachkriegszeit. Seine Stücke behandeln meist reale Geschehnisse, oft solche, die mit dem Nationalsozialismus zusammenhängen, und sie lösten regelmäßig Kontroversen aus. Am bekanntesten sind „Der Stellvertreter“ (1963), in dem Hochhuth nach der Rolle von Papst Pius XII. angesichts des Mordens an den Juden Europas fragt, und „Die Juristen“ (1979), in dem es um das Verhalten Hans Filbingers als Marinerichter im Jahr 1945 geht; der Rücktritt Filbingers vom Amt des Ministerpräsidenten Baden-Württembergs war bereits 1978 erfolgt, nachdem Hochhuth dieses Verhalten öffentlich gemacht hatte. Hochhuth machte die dramatische Kunst wie kaum ein anderer zu einer öffentlichen Angelegenheit. Neben seinen Dramen verfasste er Gedichte, Erzählungen, Novellen, Essays und Streitschriften.

Hochhuth war ein streitbarer Demokrat, der sich nicht nur in Fragen der Kultur zu Wort meldete. Er war ein Moralist mit festen Maßstäben, aber kein Tugendbold, der politische Korrektheit an die Stelle von Stehvermögen, Klarheit und Unbestechlichkeit gesetzt hätte. Die deutsche Sprache war für ihn nicht nur ein Werkzeug, sondern ein Kulturgut, das es zu pflegen, schützen und weiterentwickeln galt. Und er förderte dieses Kulturgut nach Kräften. Seine Dramen bezogen „einen Großteil ihrer gesellschaftlichen Brisanz, ihre Präzision und Schärfe aus ihrer geschliffenen, sicheren deutschen Sprache. Hochhuthscher Patriotismus ist Sprachpatriotismus“, wie Ruth Wagner, die damalige hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, bei der Verleihung des Jacob-Grimm-Preises am 3. November 2001 ausführte. In seiner Preisrede sagte Hochhuth „als einer, dessen tagtägliches Arbeitszeug die Sprache ist, die ihn auch ernährt“:

„Jacob Grimm selbst hat illusionsfrei darauf hingewiesen, dass Sprache nicht ein dauernder Besitz ist, deren ein Volk, eine Nation sicher sein können – sondern dass Sprache verloren gehen kann, zeitweise oder auch auf ewig wie die Freiheit, die ja auch stets erneut behauptet, erkämpft werden muss.“

Die Eberhard-Schöck-Stiftung und die Jury für den Kulturpreis Deutsche Sprache betrauern den Tod des ersten Trägers des Jacob-Grimm-Preises. Sie werden sein Andenken pflegen und in Ehren halten.

Helmut Glück, Sprecher der Jury für den Kulturpreis Deutsche Sprache

 
Hochschulbildung

Vereinbarung zur Modernisierung des Studiengangs Städtebau unterzeichnet

27. April 2020:

Die Einführung eines an westeuropäischen Standards orientierten Masterstudiengangs für Stadt- und Raumplanung ist das Ziel unserer jüngsten Kooperation mit der Kiewer nationalen Universität für Bauwesen und Architektur (Київський національний університет будівництва i архітектури). Aufbauend auf gemeinsam durchgeführte Urbanistik-Schulen in Kiew, Charkiw und Luzk wollen wir in den kommenden drei Jahren zusammen eine allgemeine methodische und methodologische Ausbildungsgrundlage schaffen und die Intensivierung der nationalen und internationalen Hochschulkooperation vorantreiben. Vor wenigen Tagen wurde die entsprechende Vereinbarung unterschrieben.

 
Preise und Auszeichnungen

Deutscher Hochschulbaupreis 2020 geht nach Berlin

6. April 2020:

Der Deutsche Hochschulbaupreis wurde in diesem Jahr an die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, gemeinsam mit dem Architekturbüro O&O Baukunst verliehen. Eine Auszeichnung erhielten die Hochschule Esslingen, gemeinsam mit Knoche Architekten Leipzig und die Kunstakademie Münster, gemeinsam mit Andreas Schüring Architekten Münster und Bühler und Bühler Architekten München.

Ausführliche Informationen hierzu finden Sie auf der Seite des Deutschen Hochschulverbandes (hier) und dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (hier).

 
Berufliche Bildung, Multiplizierung

Türenbauseminar in Chisinau

20. März 2020:

Im Februar und März führte unser Experte Christoph Junghans Ausbilder und zwei Lehrlinge des 2. Ausbildungsjahres in neue Verfahren und Technologien für den Türenbau ein. Von der Werkstattzeichnung über die Erstellung von Material- und Zuschnittlisten, Dübelverbindungen, Konterprofilierungen, Bearbeitung, Fertigstellung und Lackierung bis hin zur Montage vor Ort unter Berücksichtigung bauphysikalischer Notwendigkeiten, wurden die einzelnen Fertigungsschritte besprochen und praktisch erprobt. In dem zweiteiligen Seminar an der Berufsschule Școala Profesională nr. 4, mun. in der moldauischen Hauptstadt Chișinău entstanden dabei mehrere Holztüren für unseren Projektstandort die Berufsschule Școala Profesională Hîncești/ Moldau.

Die Seminare sind Teil unseres Projektes zur Modernisierung der Tischlerausbildung in der Republik Moldau. Mit großen Schritten schreiten die Werkstattsanierung und Modernisierung der Ausstattung in Chișinău voran. So hat der Boden im Lackierraum der Școala Profesională nr. 4, mun. Fliesen bekommen und mit einer Abrichtmaschine, einer Tischfräsmaschine und einer Formatkreissäge zum Jahresende 2019 gleich drei große stationäre Maschinen von der Berufsschule angeschafft. Weitere Maschinen, finanziert aus Mitteln der Eberhard-Schöck-Stiftung, sollen im Laufe des Jahres hinzukommen. Die Verlegung von Holzfußboden in einzelnen Werkstatträumen wird geprüft.