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Kulturpreis Deutsche Sprache, Preise und Auszeichnungen

Trauer um Rolf Hochhuth

15. Mai 2020:

Am 13. Mai 2020 ist der Schriftsteller und Dramatiker Rolf Hochhuth im Alter von 89 Jahren in Berlin gestorben. Er war im Jahr 2001 der erste Träger des Jacob-Grimm-Preises, der als Teil des Kulturpreises Deutsche Sprache von der Eberhard-Schöck-Stiftung getragen und von ihr gemeinsam mit dem Verein Deutsche Sprache e.V. vergeben wird.

Hochhuth war einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker der Nachkriegszeit. Seine Stücke behandeln meist reale Geschehnisse, oft solche, die mit dem Nationalsozialismus zusammenhängen, und sie lösten regelmäßig Kontroversen aus. Am bekanntesten sind „Der Stellvertreter“ (1963), in dem Hochhuth nach der Rolle von Papst Pius XII. angesichts des Mordens an den Juden Europas fragt, und „Die Juristen“ (1979), in dem es um das Verhalten Hans Filbingers als Marinerichter im Jahr 1945 geht; der Rücktritt Filbingers vom Amt des Ministerpräsidenten Baden-Württembergs war bereits 1978 erfolgt, nachdem Hochhuth dieses Verhalten öffentlich gemacht hatte. Hochhuth machte die dramatische Kunst wie kaum ein anderer zu einer öffentlichen Angelegenheit. Neben seinen Dramen verfasste er Gedichte, Erzählungen, Novellen, Essays und Streitschriften.

Hochhuth war ein streitbarer Demokrat, der sich nicht nur in Fragen der Kultur zu Wort meldete. Er war ein Moralist mit festen Maßstäben, aber kein Tugendbold, der politische Korrektheit an die Stelle von Stehvermögen, Klarheit und Unbestechlichkeit gesetzt hätte. Die deutsche Sprache war für ihn nicht nur ein Werkzeug, sondern ein Kulturgut, das es zu pflegen, schützen und weiterentwickeln galt. Und er förderte dieses Kulturgut nach Kräften. Seine Dramen bezogen „einen Großteil ihrer gesellschaftlichen Brisanz, ihre Präzision und Schärfe aus ihrer geschliffenen, sicheren deutschen Sprache. Hochhuthscher Patriotismus ist Sprachpatriotismus“, wie Ruth Wagner, die damalige hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, bei der Verleihung des Jacob-Grimm-Preises am 3. November 2001 ausführte. In seiner Preisrede sagte Hochhuth „als einer, dessen tagtägliches Arbeitszeug die Sprache ist, die ihn auch ernährt“:

„Jacob Grimm selbst hat illusionsfrei darauf hingewiesen, dass Sprache nicht ein dauernder Besitz ist, deren ein Volk, eine Nation sicher sein können – sondern dass Sprache verloren gehen kann, zeitweise oder auch auf ewig wie die Freiheit, die ja auch stets erneut behauptet, erkämpft werden muss.“

Die Eberhard-Schöck-Stiftung und die Jury für den Kulturpreis Deutsche Sprache betrauern den Tod des ersten Trägers des Jacob-Grimm-Preises. Sie werden sein Andenken pflegen und in Ehren halten.

Helmut Glück, Sprecher der Jury für den Kulturpreis Deutsche Sprache

 
Preise und Auszeichnungen

Deutscher Hochschulbaupreis 2020 geht nach Berlin

6. April 2020:

Der Deutsche Hochschulbaupreis wurde in diesem Jahr an die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, gemeinsam mit dem Architekturbüro O&O Baukunst verliehen. Eine Auszeichnung erhielten die Hochschule Esslingen, gemeinsam mit Knoche Architekten Leipzig und die Kunstakademie Münster, gemeinsam mit Andreas Schüring Architekten Münster und Bühler und Bühler Architekten München.

Ausführliche Informationen hierzu finden Sie auf der Seite des Deutschen Hochschulverbandes (hier) und dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (hier).

 
Preise und Auszeichnungen

Junge Betonfertigteilbauer ausgezeichnet

18. Februar 2020:

Berthold Vigh (AL-Franken-Fertigteil GmbH, Ellingen-Stopfenheim), Niklas Gödeke (Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG, Heuchelheim) und Julian Heimbach (Aicheler + Braun GmbH, Tübingen) erhielten heute im Rahmen der 64. Betontage in Ulm den Nachwuchspreis Betonbauteile. Damit zeichnen wir, gemeinsam mit dem Berufsförderungswerk für die Beton- und Fertigteilhersteller e.V., jährlich Auszubildende der Betonfertigteil- und Betonwerksteinbranche für hervorragende Leistungen bei der Abschlussprüfung aus.

Mit dem Preis erhielten die Preisträger eine Einladung zu einer Betriebsbesichtigung der Schöck Bauteile GmbH in Baden-Baden und des Betonfertigteilherstellers Albert Regenold GmbH in Bühl sowie die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Studienreise des Berufsförderungswerks nach Italien.

Das Foto zeigt die Preisträger mit Kristin Bischoff, Eberhard-Schöck-Stiftung und Uwe Sommer, Vorsitzender Berufsförderungswerk für die Beton- und Fertigteilhersteller e. V.

 
Preise und Auszeichnungen

Preisträger Schöck Bau-Innovationspreis 2020

17. Februar 2020:

Ines Tenbieg (RWTH Aachen), Nora Susanne Bies (TU Kaiserslautern), Christian Dommes (RWTH Aachen) und Jakob Boretzki (Karlsruher Institut für Technologie – KIT) sind die diesjährigen Preisträger des Schöck Bau-Innovationspreises. Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung für zukunftsweisende Forschungen im Massivbau wurde gestern im feierlichen Rahmen am Vorabend der Ulmer Betontage verliehen.

Seit 2000 zeichnet die Eberhard-Schöck-Stiftung mit Unterstützung der Schöck Bauteile GmbH herausragende Diplom- bzw. Masterarbeiten im Bauingenieurwesen mit dem Schöck Bau-Innovationspreis aus. Weitere Informationen zum Schöck Bau-Innovationspreis: www.schoeck-bau-innovationspreis.de

 
Berufliche Bildung, Soziale Projekte

Förderung des Vereins WERKstattSCHULE vereinbart

11. Februar 2020:

Mit dem Projekt „LÄUFT?!“ bietet der Verein WERKstattSCHULE e.V. in Heidelberg Unterstützung an für den Übergang von Schule zu Beruf von jungen Menschen ohne Schulabschluss, teils obdachlos und mit einschlägigen Erfahrungen mit Straftaten. Im Rahmen praktischer handwerklicher und künstlerischer Tätigkeiten werden den Jugendlichen im Alter von 15 bis 25 Jahren persönliche Kompetenzen und Potenziale aufgezeigt und erlebbar gemacht. Sie erfahren Tagesstrukturierung, Verbindlichkeit und Selbstverantwortung und sollen in das Regelsystem (z.B. Schulabschluss, Praktikum, Ausbildung, geklärte Wohnsituation u.ä.) reintegriert werden. Durch die gemeinsame Entwicklung von Produkten, die unter professioneller Anleitung des WERKstattSCHULE-Teams hergestellt und verkauft werden können, sollen in Kooperation mit Handwerksbetrieben unter realen Bedingungen Arbeitsmarktnähe und das eigene Können erprobt werden.

Die Eberhard-Schöck-Stiftung unterstützt dieses Projekt für zunächst ein Jahr. Eine entsprechende Vereinbarung wurde heute zwischen Peter Möller, Geschäftsführender Vorstand Eberhard-Schöck-Stiftung und Hendrikje Lorenz, Geschäftsführerin WERKstattSCHULE e.V. Heidelberg, unterzeichnet.