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Deutschland, Preise und Auszeichnungen

Schöck Bau-Innovationspreis 2021

Vier Preisträger aus zwei Universitäten erhalten in diesem Jahr den Schöck Bau-Innovationspreis. Wir gratulieren:

Daniel Auer, M.Sc., TU München
Ganzheitlicher Ansatz einer inversen Analyse zur Bestimmung des rissbreitenabhängigen Tragverhaltens von Stahlfaserbetonen auf Basis parametrischer B-Splines

Fabian Rauch, M.Sc., TU München
Rechnerische Prognose von Schnittgrößen inTunnelschalen auf Grundlage von Dehnungsmessungen und begleitenden Kriechversuchen

Henrik Becks, M.Sc., RWTH Aachen
Einfluss von Normalkräften auf die Querkrafttragfähigkeit von Plattenstreifen aus Carbonbeton

Matthias Kalus, M.Sc., RWTH Aachen
Implementierung eines kinematischen Durchstanzmodells mit zwei Freiheitsgraden für punktförmig gestützte Platten.

Die Preisverleihung ist für Juli geplant.

Der mit 2.500 Euro dotierte Preis für zukunftsweisende Forschungen im Massivbau wird durch die Eberhard-Schöck-Stiftung mit Unterstützung der Schöck Bauteile GmbH für herausragende Diplom- bzw. Masterarbeiten im Bauingenieurwesen verliehen. Weitere Informationen finden Sie hier: www.schoeck-bau-innovationspreis.de

Berufsbildung, Preise und Auszeichnungen

Nachwuchspreis Betonbauteile verliehen

Der Nachwuchspreis Betonbauteile 2020 geht in diesem Jahr an die Gesellen Achim Brixner (Concrete Ruloph GmbH, Weiler-Simmerburg), Mario Büscher (Betonwerk Büscher GmbH & Co. KG, Heek) und den Bundesbesten Fauzi Musliu (Franz Traub GmbH & Co. KG, Aalen). Peter Möller, Geschäftsführender Vorstand der Eberhard-Schöck-Stiftung und Gramatiki Satslidis, Geschäftsführerin des Berufsförderungswerks für die Beton- und Fertigteilhersteller e. V., gratulieren per Video. Beide Organisationen vergeben diesen Preis gemeinsam seit 2017. Er beinhaltet neben dem Preisgeld in Höhe von 500 Euro auch einen Besuch in Baden-Baden und Bühl sowie einen Gutschein zur Teilnahme an der Fachstudienreise.

 

Preise und Auszeichnungen

Deutschlandstipendien übergeben

Gestern überreichten wir fünf Deutschlandstipendien im Rahmen einer Onlineveranstaltung an Studierende der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Unser Förderschwerpunkt liegt auf baunahen Studiengängen. So haben wir Studierende des Baumanagements, des Bauingenieurwesens, des Umweltingenieurwesens und der Architektur unter unseren Stipendiaten.

Das Deutschlandstipendium ist eine Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Förderung junger Talente mit Unterstützung von privaten Förderern. Mit ihm werden hervorragende Leistungen gewürdigt, aber auch die Bereitschaft, durch soziales Engagement gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen oder das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im eigenen Lebens- und Bildungsweg. Seit 2012 bringen wir uns jährlich mit fünf Stipendien in das Programm ein.

Kulturpreis Deutsche Sprache, Preise und Auszeichnungen

Trauer um Günter de Bruyn

Am 4. Oktober 2020 ist der Schriftsteller Günter de Bruyn im Alter von 93 Jahren gestorben. Er war ein großer Erzähler in der Tradition des Realismus. Viele seiner Romane spielen in Brandenburg und Berlin, und er war Herausgeber des „Märkischen Dichtergartens“, weshalb er den Ehrennamen „Fontane des 20. Jahrhunderts“ trug. 1999 erschienen seine „Altersbetrachtungen über den alten Fontane“. Daneben verfasste er Essays zu literarischen und politischen Themen, zudem Biographien zu Jean Paul, Königin Luise von Preußen, Zacharias Werner und Schmidt von Werneuchen. Im Jahre 2006 wurde ihm für seine großen sprachlichen und stilistischen Verdienste der Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache verliehen. In seiner Laudatio sagte Wolfgang Thierse am 21. Oktober 2006 in Kassel:

„Günter de Bruyns Verdienste um die Pflege und Förderung der deutschen Sprache sind nicht hoch genug zu würdigen. Er hat sich ganz im Sinne von Jacob Grimm verdient gemacht um die Lebendigkeit der deutschen Sprache – nicht nur durch seine eigenen Werke, sondern auch durch sein Schreiben über andere große Autoren des 19. Jahrhunderts – und auch seine wunderbaren, freundlichen Bücher über Brandenburg, seine Geschichten, seine Landschaften“.

Die Jury für den Kulturpreis Deutsche Sprache betrauert den Tod eines großen Meisters der deutschen Sprache. Sie wird sein Andenken und sein literarisches Erbe in Ehren halten.

Helmut Glück, Sprecher der Jury für den Kulturpreis Deutsche Sprache

Kulturpreis Deutsche Sprache, Preise und Auszeichnungen

Trauer um Rolf Hochhuth

Am 13. Mai 2020 ist der Schriftsteller und Dramatiker Rolf Hochhuth im Alter von 89 Jahren in Berlin gestorben. Er war im Jahr 2001 der erste Träger des Jacob-Grimm-Preises, der als Teil des Kulturpreises Deutsche Sprache von der Eberhard-Schöck-Stiftung getragen und von ihr gemeinsam mit dem Verein Deutsche Sprache e.V. vergeben wird.

Hochhuth war einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker der Nachkriegszeit. Seine Stücke behandeln meist reale Geschehnisse, oft solche, die mit dem Nationalsozialismus zusammenhängen, und sie lösten regelmäßig Kontroversen aus. Am bekanntesten sind „Der Stellvertreter“ (1963), in dem Hochhuth nach der Rolle von Papst Pius XII. angesichts des Mordens an den Juden Europas fragt, und „Die Juristen“ (1979), in dem es um das Verhalten Hans Filbingers als Marinerichter im Jahr 1945 geht; der Rücktritt Filbingers vom Amt des Ministerpräsidenten Baden-Württembergs war bereits 1978 erfolgt, nachdem Hochhuth dieses Verhalten öffentlich gemacht hatte. Hochhuth machte die dramatische Kunst wie kaum ein anderer zu einer öffentlichen Angelegenheit. Neben seinen Dramen verfasste er Gedichte, Erzählungen, Novellen, Essays und Streitschriften.

Hochhuth war ein streitbarer Demokrat, der sich nicht nur in Fragen der Kultur zu Wort meldete. Er war ein Moralist mit festen Maßstäben, aber kein Tugendbold, der politische Korrektheit an die Stelle von Stehvermögen, Klarheit und Unbestechlichkeit gesetzt hätte. Die deutsche Sprache war für ihn nicht nur ein Werkzeug, sondern ein Kulturgut, das es zu pflegen, schützen und weiterentwickeln galt. Und er förderte dieses Kulturgut nach Kräften. Seine Dramen bezogen „einen Großteil ihrer gesellschaftlichen Brisanz, ihre Präzision und Schärfe aus ihrer geschliffenen, sicheren deutschen Sprache. Hochhuthscher Patriotismus ist Sprachpatriotismus“, wie Ruth Wagner, die damalige hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, bei der Verleihung des Jacob-Grimm-Preises am 3. November 2001 ausführte. In seiner Preisrede sagte Hochhuth „als einer, dessen tagtägliches Arbeitszeug die Sprache ist, die ihn auch ernährt“:

„Jacob Grimm selbst hat illusionsfrei darauf hingewiesen, dass Sprache nicht ein dauernder Besitz ist, deren ein Volk, eine Nation sicher sein können – sondern dass Sprache verloren gehen kann, zeitweise oder auch auf ewig wie die Freiheit, die ja auch stets erneut behauptet, erkämpft werden muss.“

Die Eberhard-Schöck-Stiftung und die Jury für den Kulturpreis Deutsche Sprache betrauern den Tod des ersten Trägers des Jacob-Grimm-Preises. Sie werden sein Andenken pflegen und in Ehren halten.

Helmut Glück, Sprecher der Jury für den Kulturpreis Deutsche Sprache