Projektstandort Russland

Russland zählte von Anfang an zu den Partnerländern der Eberhard-Schöck-Stiftung. Von Qualifizierungsprojekten, über das große Modellprojekt bis hin zu zahlreichen Austauschprojekten reicht die Bandbreite. Viele über Jahre gewachsene Partnerschaften halten unsere Projekte lebendig, die Verankerung der Projekte in den offiziellen Strukturen sorgt für Nachhaltigkeit und alles bisher in Russland geleistete steht auf sicherem Boden. Aber auch neue Kontakte und Kooperationen bereichern die Arbeit in und mit Russland.

 

Lebensgemeinschaft Istok/Russland

Für eine Kooperation mit der Lebensgemeinschaft für Menschen mit Behinderung in Istok/Russland, laufen derzeit die Vorbereitungen. Hier ist im Rahmen der Städtepartnerschaft Pforzheim-Irkutsk und unter Einbeziehung des Berufsschüleraustausches für Tischler aus Pforzheim und Irkutsk geplant, Kontakt mit den Bewohnern von Istok aufzunehmen und sie nach Möglichkeit in das Projekt einzubinden.

 

Qualifizierungsprojekt Kassel-Jaroslawl (Russland)

Die Städtepartnerschaft zwischen Kassel und Jaroslawl besteht seit 1988. Seit 2015 wird sie im Bereich der handwerklichen Berufsausbildung von der Eberhard-Schöck-Stiftung unterstützt. Im Frühjahr 2015 konnten vier Pädagogen aus Jaroslawl zwei Wochen lang das deutsche Ausbildungssystem kennenlernen. An diesem Seminar waren mehrere Kasseler Ausbildungsinstitutionen beteiligt.

Inzwischen hat sich zunächst eine Zusammenarbeit zwischen der Oskar-von-Miller-Schule und dem Städtebaulichen College Jaroslawl im Bereich Anlagenbau im Sanitär-, Heizungs- und Klimabereich herauskristallisiert.

 

Qualifizierungsprojekt Pforzheim-Irkutsk (Russland)

Im Herbst 2014 war Besuch aus Irkutsk in der der Partnerstadt Pforzheim. Das deutsche Ausbildungssystem mit seinen Besonderheiten und unter besonderer Berücksichtigung der Gegebenheiten im Bereich der Tischler- und Zimmererausbildung war Thema einer Woche voller neuer Eindrücke und Erfahrungen für zwei langgediente russische Ausbilder-Kolleginnen.

 

Berufsschüleraustausch Karlsruhe – Krasnodar (Russland)

Der Schüleraustausch zwischen den Partnerstädten Karlsruhe und Krasnodar findet seit 2010 statt. Die Heinrich-Hübsch-Schule und das Humanitär-Technologische College kooperieren seitdem regelmäßig alle zwei Jahre im Bereich der Tischler-Ausbildung. In der Projektarbeit wurden Stücke unter anderem für Kindertagesstätten angefertigt.

 

Berufsschüleraustausch Pforzheim – Irkutsk (Russland)

Der Berufsschüleraustausch zwischen Pforzheim und seiner sibirischen Partnerstadt Irkutsk fand 2009 zum ersten Mal statt. Daraus sind unterschiedliche Aktivitäten im Zimmerer-Bereich hervorgegangen. 2016 gibt es einen zweiten Schüleraustausch. Geplant ist ein Projekt in Irkutsk, das die deutsch-russische Beziehungen symbolisiert: eine große Spiel- und Kletteranlage mit zwei Türmen, die mit einer Brücke verbunden sind. 2007 entstand unter großem öffentlichen Interesse in Irkutsk eine russische Sauna-Hütte. Federführend ist auf deutscher Seite die Pforzheimer Alfons-Kern-Schule.

 

Berufsschüleraustausch Lahr – Jekaterinburg (Russland)

Zwischen der Badischen Malerfachschule Lahr und dem Jekaterinburger College für Technologie und Unternehmertum gibt es seit 2010 einen regelmäßigen Schüleraustausch im Malerbereich. In beiden Schulen haben die Projekte die Schule maßgeblich gestalterisch bereichert. Wandkonsolen, Schranktüren, Garderobenelemente und ganze dekorative Wandgestaltungen sind als sichtbare Zeichen der Zusammenarbeit entstanden.

 

Modellprojekt in Jekaterinburg (Russland)

Hier ist am College für Technologie und Unternehmertum inzwischen die Modernisierung der Berufsausbildung für Maler, Tischler, Fliesenleger, Dachbauer, Sanitärinstallateure und Autolackierer abgeschlossen worden. Kontinuierliche Evaluierung und Weiterqualifizierung der Ausbilder sorgen für Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit.

Multiplizierung in Krasnodar

Seit 2015 läuft die Multiplizierung für Fliesen-/Mosaikleger am Humanitär-Technologischen College in Krasnodar. Die Werkstätten sind umgebaut, derzeit werden die Meister geschult. Eine erste Schulung bei den Kollegen im Modellprojekt in Jekaterinburg wurde bereits erfolgreich beendet. Im Laufe des ersten Halbjahres 2016 folgen Schulungen in Deutschland, und im Herbst 2016 soll in Krasnodar die modernisierte Ausbildung aufgenommen werden.